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Slowenien

Ein Blick auf unseren Kalender zeigte uns dass wir knapp 2 Wochen keine Termine haben. Also Bulli gepackt incl. unserer Räder und ab in den Süden.

Unser Ziel Slowenien. Das Land hatten wir fast 10 Jahre, vom Karawanken kommend auf den Weg nach Kroatien durchfahren. Zielorientiert. Nur ab und zu einen Blick auf die Hinweisschilder geworfen und gemeint, das sollten wir uns mal in aller Ruhe ansehen.

 

Nun haben wir Zeit. Unser Ziel der Nationlpark Triglav. Eigentlich fahren wir kaum Autobahnen aber um ein wenig Kilometer zu fressen nutzen wir die A8 bis Kufstein Süd um dann über Ellmau, Kitzbühl, Pass Thum, Felberntauern über Lienz auf die Plöckenpassstraße zu gelangen. Wie schon die letzten Male haben wir auf der Gailberghöhe den Womoplatz genutzt.

 

Am nächsten Tag, uns natürlich vorher wieder im Covid 19 in den Gebieten dir wir durchfahren informiert, ob sich etwas geändert hat und wir weiter können.  Ja alles ok. Das Wetter übrigens auch, ganz so nebenbei. Eigentlich sollte man nur bestimmte Grenzübergänge nutzen um nach Slowenien einzureisen. Wir hofften, dass wir den kleinen Pass incl. Grenzübergang den wir auserkoren hatten ohne Probleme passieren können,

So fuhren wir über Tolmezzo/Italien per Landstraße nach Campiolo, Resiutta. Hier begaben wir uns auf die SP42 nach Gniva, Lischizze Richtung Uccea. Übrigens der Parco Naturale regionale delle Prealpi Guilie. Ab Gniva zeigte uns ein Warnschild an dass es 12% Steigung geben wird.

 

Die 12% zogen sich einige Kilometer durch den Wald. Die Straße teilweise nur knapp 3 m breit. Die Kurven/Tornanten so eng, dass ich manchmal bedenken hatte, im Schritttempo rum zukommen.  Nach einigen Kilometern bergan, mussten wir (ich war zu sportlich unterwegs) eine Pause einlegen. Gott sei Dank an einer Stelle, wo - falls ein Auto kommen sollte - es auch vorbei käme. Es kam ein Auto man glaubt es kaum. Nach 15 Minuten verschnaufen und Abkühlen unseres Motors legten wir die letzten beiden Kilometer gut zurück. Angelangt an der Passhöhe öffnete sich ein Tal und ein kleines Restaurant am Wegesrand. Puhhh auch wir brauchen nach der Anffahrt eine Pause.

 

Gestärkt zog es uns weiter. Die Straße weiterhin schmal und kurvenreich brachte uns nach Slowenien. Nur ein EU Schild markierte die Grenze und schwupp waren wir in Slowenien. Die Kurvenreiche aber nun breite Landstraße 401 brachte uns nach Zage um weiter auf der 203 nach Kobarid unserem ersten Verweilplatz.

 

Über "Park4night" einen Campingplatz gefunden. Leider war die Straße zu diesem gesperrt aber gleich nach der nächsten Kurve ein weiter Platz. Camp Koren gefiel uns und Platz war auch vorhanden.

 

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, uns auf die Räder geschwungen und die Umgebung erkundet. Entlang dem Isonzo Fluss - tobten wir uns aus. Zum Abendessen radelten wir nach Koarid und fanden ein nettes Lokal mit echt guten Essen.

 

Unser nächstes Ziel - der Bohinjsko See. Natürlich auch im Nationalpark. Übrigens im Nationalpark Triglav darf man nicht Wildcampen. Schade wir haben ein paar nette Ecken gesehen wo man gut verweilen hätte können.

 

Luftlinie wäre der See nicht weit gewesen aber über kurvige Landstraßen, bergan und bergab zog es sich dann doch eine Weile hin. Vorteil - wir haben nette Täler und viel herrliche Landschaft gesehen. Echt ein tolles Gebiet.

 

Am Bohinsko See gibt es nur einen Campingplatz - Camp Zlatorog Bohinj. So war dieser gut gefüllt. Puhh - man darf sich einen Platz suchen. Es gibt keine Parzellen, einfach irgendwo hinstellen. So liefen wir über den Platz und fanden, man glaubt es kaum, direkt am Ufer einen geeignete Stelle wo wir (der Bully halt) sogar gerade stehen konnten. Wow was für ein Glück. Im Laufe des Nachmittags war der Platz rappellvoll. Trotzdem ging es sehr gesittet in den Sanitäranlagen und Cafe zu. Es wurde auf Abstand geachtet und immer wenn man seinen Platz verließ Mundschutz getragen.

 

Nach einer kleinen Pause schwangen wir uns auf die Räder und wollten zum Wasserfall fahren. Wow da ging es ganz schön bergan. Am Parkplatz stellten wir unsere Bikes ab und marschierten zu Fuß weiter. Ein Kassenhäuschen blockierte den Weg ... puhh da wir vergessen hatten Geld mitzunehmen hieß es umkehren. So genossen wir die Abfahrt und hätten beinahe die Einfahrt zum Camp verpasst.

 

Es gefiel uns so gut, dass wir noch einen Tag blieben. Ein Kajak mieteten wir uns und erkundeten am nächsten Tag den ganzen See. In Jezero genossen wir einen Kaffee um auf der Rückfahrt die Flieger beim Paragliding zu bewundern.

 

Ein Blick beim Abendessen  auf die Karte um unser nächstes Ziel in Augenschein zu nehmen - Bled See. Wir stellten fest dass es Radlwege dorthin gibt. So beschloss ich mit dem Radl die knapp 30 km zu fahren und Herwart kommt mit dem Bulli nach.  Gesagt getan. Mit der Radl-App zog es mich zuerst an der Straße entlang nach Jezero um dann weiter auf dem Radlweg, entlang der Save Bohinjka nach Bohinsky Bistrica zu gelangen. Einfach top. Ab hier musste ich dann leider die Straße nutzen. Ein Hauptstraße mit viel Verkehr. Das war nicht lustig aber ....

 

Die 209 führte mich über Nomenj nach Bohonska bela. Hier durfte ich die Straße verlassen und über den Ort, bergan zum Bledersee fahren - puhh. An einer Straßensperre kurz vor dem Ziel - Radrennen vom Triathlon war angesagt - traf ich meinen Mann wieder.  Mit dem Radl konnte ich dann zum Camping Bled fahren. Herwart musste noch warten bis die Straße freigegeben wurde. Mei war um den See etwas los. Radrennen und Triatlon zogen die Massen an. Abstand war Mangelware.

 

Dafür war es im Camp ruhig. Auch im Cafe wo wir den Tag Revue passieren ließen. Eigentlich war gedacht länger zu bleiben aber uns war zuviel los. Also das nächste Ziel Ljubljana angepeilt. Über Kranj immer auf der Landstraße erreichten wir das Camp Ljubljana Resort am Rande von Ljubljana.  Wie oft wir diese Stadt auf den Weg nach Kroatien passiert haben können wir nicht sagen. Endlich haben wir die Gelegenheit sie näher zu betrachten.

 

Noch schnell mit dem Radl einkaufen und dann ab in die City. Überall sind Radwege. Nicht immer top aber man muss nicht auf der Straße fahren. Nach gut 20 Minuten mittendrin. In der Fußgängerzone schoben wir unsere Bikes. Wir waren fasziniert von der Altstadt. Mit dem Radl hat man einen größeren Radius und so erkundeten wir die Stadt.

 

Beim Abendessen zeigte uns der Wetterbericht, dass eine Regenfront von gut 3-5 Tagen auf uns zukommt. Eigentlich wollten wir weiter zur Slowenischen Küste um da noch ein wenig Sonne tanken. Gut eine Stunde versuchten wir herauszufinden wo wir hin könnten um der Regenfont zu entkommen. Pustekuchen - die Einschränkung kam auch durch Covid 19. Immer mehr Gebiete wurden zum Risiko. Was nun?  So beschlossen wir nach Klagenfurt über den Loiblpass zu fahren. In Klagenfurt sollte das Wetter noch ein oder zwei Tage halten.

 

Noch einen kurzen Abstecher in die Altstadt Kranj. Den Rundgang rundeten wir mit einem Kaffee ab und genossen diesen in der warmen Sonne.

 

In Klagenfurt angekommen, beobachteten wir schon bei der Anfahrt die Wolkenberge. Mhhhh Ein Blick aufs Regenradar: nichts ist mit Klagenfurt und schwimmen im Wörthsee. In 3 Stunden soll sich auch hier der Regen austoben. Also an der Tankstelle ein Pickerl gekauft und uns auf die Autobahn begeben. Ab nach Hause.

 

Wir gehen davon aus bevor unser Bulli ins Winterlager kommt nochmals auf Tour gehen zu können. Covid 19 und Wetter geben vor.

 

Resümee - In den Urlaubsregionen wurde sehr darauf geachtet dass die Hygiene Auflagen eingehalten wurden. In der Regel wurde sogar um einiges mehr getan. Auch die Abstände beim Einkaufen oder Bummeln wurde darauf beachtet.  Information ist alles, hat sich gezeigt. Wo und wie sind die Covid Zahlen in den Gebieten wo man hin will oder schon ist. Immer auf dem Sprung es sich in die negative Richtung entwickelt. Was mit einem Womo oder Campingbus ja kein Problem ist.