· 

Dänemark

Trotz der Enge auf dem Parkplatz, wir zwischen zwei gigantischen Wohnmobilen, war die Nacht ruhig. Am Morgen noch frische Semmeln, sorry norddeutsch Brötchen geholt und uns für die Weiterfahrt nach Dänemark gestärkt.

 

Nach 10 Minuten auf der A7 nach Dänemark. Der Grenzübertritt nicht vorhanden und somit weiter auf der Autobahn nach Esberg. Regenschauer unterbrachen die eintönige Fahrt und wir waren froh als wir an der Fähre nach Fano standen. Der Preis nicht billig aber….  12 Minuten dauerte die Überfahrt und weitere 10 Minuten bis wir am ausgesuchten Campingplatz waren.

 

Wir durften uns den Platz aussuchen und bauten unser Vorzelt an einem windgeschützten Platz auf.  Nach einer ½ Stunde waren wir für die nächsten Tage eingerichtet. Nach einem gemütlichen Nachmittag machten wir uns auf die Socken das Strickfestival zu finden. Gut 5 km liefen wir um nach Nordby dem Hauptort zu gelangen. Wir folgten dem Wegweiser und so war die Lokalität des Festivals schnell gefunden. Meine reservierte Eintrittskarte abgeholt und gleich mal einen Blick in die Halle geworfen. Oh Oh…. Wow der erste Eindruck gigantisch.  Gemütlich schlenderten wir noch durch den Ort. Bevor es zurück zum Campingplatz ging.

 

Lecker gekocht und im warmen Zelt (dank Heizstrahler) das Abendessen genossen. Die Luftfeuchtigkeit ist enorm und so waren wir um unsere warme Bude froh.

 

Nach einer wirklich ruhigen Nacht und gemütlichen Frühstück machte ich mich auf dem Weg zum Strickfestival. Herwart wollte später nachkommen um im Brauhaus das örtliche Bier zu probieren.

 

Noch war nicht viel los und doch durfte ich ein paar Minuten am Eingang zur Gemeindehalle warten. Endlich drinnnnn wusste ich nicht wohin ich schauen sollte. Das Auge entdeckte so viel Interessantes. Also Verstand eingeschaltet und im Uhrzeigersinn mich von Aussteller zu Aussteller geangelt. Immer wieder hatte ich schon das Eine oder Andere in der Hand um es zu kaufen …. Aber erstmal einen Überblick verschaffen. Die Luft in der Halle sehr schlecht auch wenn der Besucherstrom auf 500 Personen eingeschränkt war. Wenn jemand die Halle verließ konnte wieder jemand eintreten. Irgend jemand hatte erbarmen und eine Seitentür geöffnet wo frische Luft einfloss. Ich hielt mich ein paar Minuten in der Nähe der Tür auf um Frischluft zu tanken.  Nach 2 Stunden und einem Strickpaket verließ ich die Halle. Eine 2. Halle stand noch an. Als ich nach draußen kam, war die Schlange zum Besuch des Festivals gut 100 m lang. Ein Blick zur 2. Halle auch eine Schlange….. so setzte ich mich erstmal auf die Bank und genoss die frische und gute Seeluft. Von Herwart kam die Info dass er schon unterwegs ist also entschloss ich mich dass es für heute genug ist und machte mich auf den Weg zum Brauhaus.

 

Es ist warm geworden und so konnten wir draußen am Brauhaus sitzen. Welch eine Stimmung hier. Das Bier äußert lecker, wenn auch nicht ganz billig mit 8 Euro pro Glas aber…. Wir wollen ja. Nur genießen und keinen Rausch antrinken.

 

Entspannt spazierten wir zurück zum Bulli und genossen noch das warme Wetter.  Kaum war die Sonne verschwunden wurde es bitterkalt und feucht. Husch ab ins Zelt. Leckeres Essen und ein gemütlicher Kartenspielabend rundeten den Tag ab.

 

Die Feuchtigkeit war am Morgen so heftig, dass in Bächen das Wasser vom Bulli und Zelt abfloss. Also Zelt geschüttelt und gerüttelt damit die Feuchtigkeit ablaufen konnte. Dank Sonne und leichtem Wind war es fast trocken in der Tasche verstaut. 

 

Die Insel wollten wir noch erkunden und dem Tipp einer Dame vom Campingplatz folgend bei Rindby auf den Strand gefahren. Das hatten wir noch nie erlebt.  Zwischen 200 und 1000 m breit ist der Strand von Rindby bis nach Sonderho ca. 10 km im Süden der Insel.

 

Hier am Strand herrscht reger Autoverkehr. Auch Strandsucher (Bernstein), sowie Wind - Gleiter sind unterwegs. Es war ein ganz besonderes Erlebnis.

 

In Sonderho ist auch das Strickfestival zugegen. In der Gemeindehalle waren einige Stände aufgebaut. Davor ein Zelt wo es leckeres zu essen gab. Hier wurden wir unsere letzten Kronen los. Es war ein Spaß mit den Verkäufern auszutüfteln was wir noch für unser Geld bekommen. Gaudi pur.

 

Ein Spaziergang durch Sonderho war ein Erlebnis. Die Fachwerk - Reethäuser herrlich anzusehen. Es heißt das Dorf ist das schönste in Dänemark.

 

Nun langsam wieder nach Nordby um nochmals aufs Festival zu gehen in der Hoffnung, dass nicht mehr so viel los ist. Als wir jedoch die Schlange an der Fähre sahen, gab ich es auf nochmals aufs Festival zu gehen. Gut 1 ½ Stunden brauchten wir bis wir einen Platz auf der Fähre bekamen. Wieder auf dem Festland wollten wir Esberg erkunden. In diversen Homepages hieß es den Ort unbedingt anschauen. Parkplatz war schnell gefunden und uns aufgemacht in die City zu gelangen. Mhhh wir waren alleine mitten in der Stadt. Kein Cafe… tote Hose…. Das haben wir noch nicht erlebt. Das Wetter eigentlich gut aber…. Was ist hier los.  So marschierten wir zurück zum Bulli um zu unserem heutigen Ziel zu fahren.

 

Dank Navi fanden wir dies schnell nach einer knappen Stunde. An der Kammerlusen Schleuse darf man über Nacht stehen. Auch eine öffentliche Toilette (geheizt!!!) ist vorhanden. Hier ist eine Menge los. Familien machen Picknick oder laufen am Damm entlang. Als der Sonnenuntergang einsetzte war der Damm gut belegt. Ja es ist immer wieder ein tolles Schauspiel, wenn die rote Kugel im Meer versinkt.

 

Nun war es Zeit fürs Abendessen. Und ehe wir uns versahen auch Zeit sich ins Bett zu verkriechen. Die Nächte werden nun doch ganz schön kühl. 

Das Wetter hält und der Morgen verspricht ein sonnigen Tag zu werden.