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Heiße Tage...

Uns gefiel es hier sehr gut, so dass wir beschlossen den Ort Podgradec zu erkunden. Ein wenig in Albanien eintauchen.  Die 5 km in den Ort führte zum Teil am Strand entlang der gut belegt war. Es ist Urlaubszeit.  Ungewohnt die Sprache der Albaner. Für uns ein Zungenbrecher.

 

Tirana wollten wir nicht auslassen und besuchten die Altstadt. Es war immer noch sehr heiß und Wind war vermutlich wie auch schon die letzten Tage im Urlaub. Nach gut 2 Stunden verzogen wir uns. Die Verkehrsteilnehmer im Lande bringen einem zum Schwitzen und das sogar als Beifahrer. Wir waren froh als wir endlich wieder auf der Autobahn waren und es relativ gemütlich nach Kruja ging.

 

Bei einem Hotel im Hinterhof, gab es Stellplätze. Schwimmbad und Sanitär war im Preis von 10 Euro die Nacht inbegriffen.

 

Die Prognosen wie das Wetter wird, ließ uns noch mehr ins Schwitzen kommen: gut 40 Grad waren für die nächsten Tage angesagt. Ab ins Schwimmbad.

 

Bevor wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Alt Kruja zur Festung machten, noch einige Schwimmrunden. Die Anfahrt auf den Berg war abenteuerlich. Die Straße naja und die Autofahrer puhhhh. Da wir schon früh vor Ort waren, hatten wir keine Probleme einen schattigen Parkplatz zu finden.

 

Von der Festung ist nicht mehr so viel übrig. Ist jedoch sehr gepflegt. Auch ein kleines Restaurant gibt es. Die Aussicht ist toll. Dank guter Sicht, war es möglich die Adria zu sehen. Der alte Basar ist wiederbelebt worden und bot viele Dinge preis. Handwerkerkunst war vorrangig.

 

In Schwitzen kamen wir bei der Runterfahrt nicht nur wegen der Hitze… die albanischen Autofahrer kennen vermutlich keine Angst. Auf dem Weg zum Kloster Lac fuhren wir Landstraße. Die war immer wieder mal etwa löchrig. Trotz Straßenkarte fanden wir das Kloster nicht. Also Plan B weiter ans Meer. Über Lezha erreichten wir einen privaten Stellplatz. Mario verlangte keine Gebühr bat jedoch bei ihm zu Abendessen. Es gibt Fisch, nur Fisch.

 

Bei Sonnenuntergang genossen wir gegrillten Fisch und Balkansalat. Ehrlich so leckeren Fisch haben wir lange nicht gegessen.

 

Trotz nächtlicher Hitze gut geschlafen um uns auf den Weg nach Montenegro zu machen. Auf der Fahrt zur Grenze ließen wir die Tage in Albanien Revue passieren.

 

Der Grenzaufenthalt war wieder eine gute Stunde und das in brütender Hitze. Wir beschlossen kein Städtchen zu besichtigen, sondern gleich zum Campingplatz bei Bar, Utjeha – Busat ans Meer zu fahren.

 

Die 40 Grad Marke soll noch anhalten ….. puhhhhh wir vertragen und mögen die Wärme wirklich gerne aber so ganz ohne Wind haben wir keine Lust Stadtbesichtigungen zu machen.

 

Also vorbei an Ulcinj, Bar und Budva nach Kotor. Obwohl hohe Berge die Kotorbucht umschließen war es immer noch sehr heiß. Am Campingplatz angekommen und uns fürs Baden fertig gemacht. Abkühlung.

 

Da wir gestern für 80 km gut 3 ½ Stunden gebraucht haben, hatten wir keine Lust die Küstenstraße in Kroatien Cavtat und Dubrovnik zu fahren. Die Orte kennen wir sehr gut, da wir 10 Jahre mit unserer Segelyacht im kroatischen Segelrevier unterwegs waren.  Auch kamen wir von der Idee ab, Mostar und Sarajevo zu besuchen. Zu heiß…  Jedoch um die kroatische Küstenstraße zu umgehen fuhren wir ins Hinterland von Montenegro. Steil ging es bergan und gab einen herrlichen Blick auf die Bucht Kotor frei. Danach wurde es einsam und das Land wirkte verlassen. Landschaftlich jedoch ein Gedicht.

 

Auch am Grenzübergang nach Bosnien-Herzegowina gab es Wartezeiten aber…  Nun erwartete uns ein anderes Land. Verlassene Häuser und Dörfer. Kaum Landwirtschaft auf dieser vielbefahrenen Durchgangsstraße.  Nach gut 120km und 4 Stunden Fahrt gelangten wir zum Camperstop. Ein Campingplatz unweit der Durchgangsstraße an einem Bergfluss. Kaum eingerichtet zog es uns zum Fluss. Obwohl echt kalt tauchten wir in das Nass ein.  Welch eine Abkühlung!

 

Die Besitzer sprechen kein Englisch und auch keine andere Fremdsprache waren aber nett und herzlich, einfach liebenswert.

 

Am nächsten Tag zu unserer Überraschung graue Wolken. Nur noch 40 km zur kroatischen Grenze. Kurz vorher begann es zu regnen. Wieder in der EU alle Geräte auf online geschaltet und das Regenradar beobachtet. Wir beschlossen auf die Autobahn zu fahren und gut 200 km hinter uns zu lassen oder bis es aufhört zu Regnen. Auf dem Campingplatz Robeka erholten wir uns von der Fahrt. Die Bora pfiff durch die Weinberge und brachte sogar unseren Bulli in der Nacht zum Schaukeln.  Es wurde echt kalt. Na so heftig musste die Wetteränderung auch nicht werden. Grrrr